Die dreischichtige Lösung: Wie Eiche, MDF und recyceltes Polyester die Architekturakustik verändern
Die Oberfläche der schallabsorbierenden Platte ist mit einer Schicht Massivholzfurnier oder Holzwerkstofffurnier bedeckt. – üblicherweise europäische Eiche, amerikanischer Nussbaum, Ahorn oder Kirsche – aufgetragen auf präzisionsgefertigte MDF-Lamellen. Unter diesen Lamellen sitzt der Akustikmotor: eine Polyesterfaserfilzschicht, typischerweise 9 mm dick, hergestellt aus recyceltem PET. Furnier und MDF sorgen für Struktur, Feuerbeständigkeit und ästhetische Wärme, während der Filz für eine breitbandige Schallabsorption sorgt. Zusammen bilden sie eine Wandoberfläche, die akustisch gute Eigenschaften hat, die Anforderungen der Bauvorschriften erfüllt und als fertiges Innenarchitekturelement dient – keine zusätzliche Verkleidung, Lackierung oder Umhüllung erforderlich.
Akustikplatten aus Holzlamellen sind für eine einfache Installation konzipiert, sei es durch professionelle Auftragnehmer oder erfahrene Heimwerkerteams. Die Paneele können mit Baukleber direkt an Wanduntergründen befestigt oder mechanisch mit Schrauben befestigt werden – typischerweise 12 bis 16 gleichmäßig verteilte Befestigungselemente pro Paneel für eine sichere Montage an Trockenbau- oder Ständerwänden. Die Platten lassen sich leicht mit einer Handsäge oder Stichsäge mit feinen Zähnen zuschneiden, und Breitenanpassungen können vorgenommen werden, indem man mit einem Universalmesser die Filzunterlage zwischen den Lamellen durchschneidet. Diese einfache Installation bedeutet eine schnellere Projektabwicklung und niedrigere Arbeitskosten im Vergleich zu herkömmlichen Akustikbehandlungen, die mehrere Gewerke umfassen und separate Rahmen-, Füllungs- und Endbearbeitungsschritte erfordern.
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(Akustikplattenhersteller China) Die Anpassbarkeit bietet eine weitere Ebene der Designflexibilität. Über die gängigen Holzarten hinaus können Planer aus individuellen Farben, strukturierten Oberflächen sowie unterschiedlichen Lamellenbreiten und -abständen wählen, um spezifische ästhetische Ergebnisse zu erzielen.
Während sich der Markt für architektonische Akustikpaneele auf seinen prognostizierten Wert von 12,6 Milliarden US-Dollar bis 2034 zubewegt, schreibt die Konvergenz von Materialwissenschaft, nachhaltiger Fertigung und zukunftsorientiertem Designdenken die Regeln für die Innenausstattung neu. Für Architekten stellt sich nicht mehr die Frage, ob sie sich mit der Akustik befassen sollen, sondern wie früh sie im Entwurfsprozess integriert werden sollen – und welche Holzoberfläche den Raum am besten ergänzt.
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